Im heurigen Schuljahr fand wieder die European Talent School statt. Bei diesem Workshop können Studenten aus Norditalien, der Schweiz und Österreich einen Workshop beim Forschungsinstitut Frauenhofer in München absolvieren. Dieses Mal fand er im Münchner Stadtzentrum statt. Das Besuchen dieses Workshops beruht auf freiwilliger Basis, wobei die Lehrpersonen einem die Informationen mitteilen. Schüler und Schülerinnen von der 3. bis zu 5. Klasse können mit dabei sein. Die Anmeldung erfolgt eigenmächtig, die Kosten betragen 80€, darin enthalten sind die Unterkunft, Verpflegung und Teilnahme am Workshop.

Der Workshop fand Ende Oktober von Freitag 11 Uhr bis Sonntag 13:30 Uhr statt. Wir reisten mit dem FlixBus an, da wir uns verschätzten und dachten wir schlafen im Bus, kamen wir dann komplett verschlafen im Frauenhofer Institut gegen halb 11 Uhr an. Nach der kurzen Vorstellungsrunde der Professoren unter Führung von Frau Birgit Geiselbrechtinger fing die Zuweisung zu den einzelnen Workshops auch schon an. Man konnte bei der Anmeldung auswählen zwischen: Flexible Sensorik für die Elektronik von Morgen, Hacking – Smartphone Hacking for Beginners, Linsen – Linien – Spektrometer und Mikromechatronik – Zukunftstechnologie von Morgen. Da der Workshop Hacking für mich am interessantesten klang, nahm ich zusammen mit anderen Schülern aus der WFO an diesem Workshop teil. Nach einer kurzen Einweisung zum Thema Linux gings auch schon an das Eingemachte. Wir hatten zur Aufgabe, mehrere kleine Probleme zu lösen. Angefangen mit dem Umgehen der Passworteingabe in Linux bis hin zum Einloggen in einen Drucker, welcher auf der anderen Seite der Erde war. Manche Drucker speichern sogar ihre Druckdateien und so hätten wir in firmeninterne Daten einen Einblick wagen können. Das eigentliche Merkmal des Workshops war die Arbeit mit dem von Frauenhofer Institut zur Verfügung gestellten Smartphone mit dem Betriebssystem Android, welches wir während des ganzen Workshops benutzten.

Wir hatten immer eine längere Mittagspause und jeweils vormittags und nachmittags eine kleine Kaffeepause. Abends fuhren wir alle gemeinsam in die DJH-Jugendherberge München-Park, wo wir zwei Nächte übernachteten.

Am Samstag Abend gingen wir nach dem Workshop in eine Tiefgarage, wo wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Wir sprühten mit Spraydosen auf die auf dem Boden liegenden größeren Plakate, wobei die Motive komplett verschieden sein konnten. Von einer Schrift bis hin zur Zeichnung des Universums war alles dabei. Das war Teil des Workshops, die Plakate konnte man entweder dem Frauenhofer Institut überlassen oder mitnehmen. Als Geschenk bekamen wir noch ein T-Shirt.

Abschließend kann ich sagen, es hat mir sehr gefallen und ich würde wieder gehen. Als Tipp: Mir wurde gesagt, der Workshop soll angeblich nächstes Jahr in Südtirol stattfinden, deswegen meldet euch!

Jakob Holzner, 5CP