Lehrausgänge und Lehrfahrten

Neben dem Maiausflug unternehmen unsere Schülerinnen und Schüler viel außerhalb der Klassenzimmer, um die erarbeiteten theoretischen Kenntnisse zu vertiefen. Besonders am Herzen liegen uns die Betriebserkundungen, welche in jeder Schulstufe stattfinden.

In der 3. Klasse führt eine Kulturreise die Schülerinnen und Schüler nach Wien.

In der 4. Klasse können die Jugendlichen zwischen einem zweiwöchigen Arbeitspraktikum in Enlgand oder einer Sprachreise in eine italienischen Stadt wählen. Sie können sich auch dafür entscheiden, in einem heimischen Betrieb ein Praktikum zu absolvieren.

Nach einem weiteren Betriebspraktikum zu Beginn der 5. Klasse freuen sich unsere Schülerinnen und Schüler ganz besonders auf ihre Maturareise.

 

Weiterlesen: Futurum 2014

Am 02.10. waren wir auf der Bildungsmesse Futurum 2014. Zunächst haben wir uns den Stand angesehen der unseren Schultyp den Mittelschülerinnen und Mittelschülern vorstellt und dort Elke Winkler getroffen, welche vor allem den Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik vorgestellt hat.

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Weiterlesen: Besuch des Theaterstücks „norway.today“

Am Mittwoch, den 15. Jänner 2014, starteten wir, die Klasse 2C der Wirtschaftsfachoberschule „Franz Kafka“ Meran und zwei unserer Lehrpersonen, Prof. Michael Hafner und Prof. Georg Tschöll, unseren Lehrausgang nach Bozen, um das Theaterstück „norway.today“ im Waltherhaus zu besuchen.

Wir trafen uns schon um 7.40 Uhr am Meraner Bahnhof und nahmen dann den Zug um 7.45 nach Bozen. Das Stück hätte um 8.45 begonnen, doch weil der Zug überfüllt war und einige technische Probleme hatte, kamen wir erst um 9 Uhr im Theater an und verpassten den Anfang des Stückes. Glücklicherweise hatten wir im Unterricht den Inhalt des Stückes bereits vorbereitet und konnten so dem Verlauf des Schauspiels trotz unserer Verspätung folgen. Die Aufführung dauerte bis 10.10 Uhr. Danach verließen wir das Gebäude und die Lehrpersonen machten ein paar Klassenfotos von uns. Anschließend gaben sie uns eine halbe Stunde Zeit, um durch die Stadt zu schlendern und uns im einen oder anderen Geschäft umzusehen. Um 11.05 nahmen wir dann den Zug nach Meran, wo wir kurz vor 12 Uhr ankamen. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Lehrern

Der kleine Ausflug zum Theater hat der ganzen Klasse gut gefallen, vor allem, weil es ein ganz ungewöhnlicher Schultag war und das Stück toll war.

Am Dienstag, den 10. Dezember unternahmen die Klassen 5A und 5B einen eintägigen Lehrausflug zum Konzentrationslager in Dachau. Nach einer etwa vierstündigen Busfahrt und einem kurzen Mittagessen vor Ort konnte die Führung um 13.30 schließlich beginnen.

Weiterlesen: Lehrfahrt in die KZ-Gedenkstätte Dachau

Wir erhielten von der aus Armenien stammenden Referentin viele interessante Informationen und durch persönliche Berichte über verschiedenen Schicksale gewann die Führung an Authentizität.

Das Konzentrationslager in Dachau wurde am 22. März 1933 für politische Gefangene eröffnet. Schon zwei Jahre später wurde es ebenfalls für neue Häftlingsgruppen wir zum Beispiel Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Emigranten genutzt. Im Jahre 1937 wurde die Kapazität des Lagers erweitert, sodass ein Jahr später bereits über 11.000 deutsche und österreichische Juden eingeliefert werden konnten. Sehr viele Menschen sterben im weiteren Verlauf bis 1945 an den Folgen der Unterernährung und Erschöpfung aufgrund der harten Zwangsarbeit. Schwere Strafen wie etwa Prügel oder Pfahlhängen drohte denen, die den Nazi-Kommandaturen nicht gehorchten. Arbeitsunfähige Gefangene wurden in eigens eingerichtete Außenlager gebracht, wobei es sich sehr oft um spezielle Tötungsanstalten handelte. Die Toten wurden in den Krematorien direkt im Lager verbrannt. Trotz eigens errichteter Gaskammer wurde laut KZ-Angaben in Dachau niemand vergast. Wer all diese Qualen und auch den ständig lauernden Erfrierungstod trotzte, wurde schließlich am 29. April 1945 durch Truppen der US-Armee befreit.

Heute besteht im Lager keine originale Baracke der ehemals 34 mehr, da diese nach der Befreiung aus hygienischen Gründen abgerissen wurden. Zwei der Häftlingsschlafräume wurden zur Besichtigung nachgebaut. Eine Baracke bot anfangs Platz für 52 Gefangene, musst bis zum Ende des 2. Weltkrieges jedoch aufgrund der Überfüllung aller Lager Unterschlupf für bis zu 400 Häftlingen bieten. Das ehemalige Wirtschaftsgebäude, des Schubraum und das Häftlingsbad wurden zu einem Museum umgebaut, in welchem man die verschiedenen Stationen der Einlieferung genauestens erkennen und nachempfinden kann. Erschreckend waren die Berichte über die verschiedenen Foltermethoden der Nazis gegenüber den Häftlingen, z.B. 0,8 x 0,8m kleinen Stehzellen. Am meisten beeindruckt hat uns der Krematoriumsbereich, der außerhalb der Lagers lag und welches durch Mauern mit Stromdraht, Stacheldraht, Wasserwallen und Wachtürmen mit schwerem Geschütz sehr gut überwacht wurde.

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau war sehr lehrreich, da er gezeigt hat, was sich in der Vergangenheit in Nazi-Deutschland abspielte. Durch den Besuch konnte man mit eigenen Augen erkennen, zu welchen Gräueltaten die Menschen überhaupt fähig sind und was andere Menschen ertragen müssen um zu überleben, sehr oft auch ohne Erfolg. Am meisten fasziniert hat uns der Eingang des Lagers. Das Eingangstor aus Stahl beinhaltete die Innschrift „Arbeit macht frei“. Diesen Spruch bekamen alle Häftlinge mindestens einmal bei der Deportation zu Augen. Da es sich dabei natürlich um Demütigung und Spott handelte, war sicher allen klar.