Schülerinnen und Schüler, welche an der Modellierungswoche teilgenommen haben

Drei Fünftklässler plus ein Professor aus der Informatikfachrichtung begaben sich von 28. Februar bis 4. März zur Mathematik-Modellierungswoche nach Tramin. Im Bildungszentrum Schloss Rechtenthal wurden sie mit Problemstellungen aus Astronomie, Sport, Zivilschutz und Wirtschaft konfrontiert.

Die insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen aus ganz Südtirol durften sich gezielt für eines der Probleme entscheiden und dazu eine Woche lang geeignete mathematische Modelle und Lösungsansätze entwickeln.

Am letzten Tag der Modellierungswoche wurden die Ergebnisse dann vor den Eltern, den Medien und vor Vertretern der Wirtschaft und des Schulamtes präsentiert.

Gernot, Klasse 5AP

Meine Gruppe hatte die Aufgabe die Bewertungskriterien beim Skispringen auf Gerechtigkeit hin zu überprüfen. Wir erstellten Modelle, die den Einfluss der Startposition (Startgate) und der Windgeschwindigkeit auf die Sprungweite eines Skispringers aufzeigen sollten.
Während sich die Physiker unter uns auf die Berechnung der Sprunglinie stürzten, schrieb ich in der Zwischenzeit ein Programm, mit dem man den Verlauf des Sprungs als Diagramm ausgeben kann.

Fabian, Klasse 5BP

Zusammen mit weiteren vier Schülern und zwei Lehrpersonen arbeitete ich an einem Problem der Feuerwehr. Genauer gesagt ging es um den Test der Atemschutzträger. Wir sollten einen besseren Leistungsindex für den sogenannten Finnentest berechnen. Mit den gegebenen Daten, wie Herzfrequenz und Zeit gelang es uns bis zum Ende der Woche einen aussagekräftigen Index zu berechnen.

Maximilian, Klasse 5CP

Im Rahmen der Mathemodellierungswoche war ich in der Gruppe „Alles Geld oder was?“. Wir hatten die Aufgabe ein einfaches vektorielles Zwei-Personen-Nullsummenspiel zu erstellen und Strategien zu ermitteln und entscheiden, ob es eindeutig bessere oder schlechtere Strategien gibt. Dabei habe ich viele neue Dinge gelernt und bin an meine Grenzen gestoßen.

Prof. Lochmann

Die Mathematik-Modellierungswoche ist eine Initiative, die 1995 in Südtirol zum ersten Mal durchgeführt wurde. Die Idee dafür stammt von der Universität Kaiserslautern. Seither haben begabte Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einigen Lehrpersonen die Möglichkeit, eine Woche lang reale Problemstellungen aus den verschiedensten Wissensgebieten zu durchleuchten. Ich hatte die Aufgabe, als Tutor eine passende Problemstellung vorzubereiten und entschloss mich, im Bereich des Zivilschutzes Evakuierungsszenarien mathematisch überprüfen zu lassen. Für mich war es wieder einmal interessant und spannend zu erleben, wie Schülerinnen und Schüler sich kreativ und intensiv mit einem solchen theoretischen Thema auseinandersetzen. Die Spannweite ging von grafentheoretischen und statistischen Ansätzen bis hin zu zellulären Automaten.